Hardcover, 884 pages
deutsch language
Published by Aschendorff.
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Fast ein halbes Jahrtausend lang wurde im Tecklenburger Land Steinkohlenbergbau betrieben. Das im Ă€uĂersten Norden von Nordrhein-Westfalen gelegene Bergwerk verdankt seine Existenz geologischen Besonderheiten, auf deren Grundlage hier, im lĂ€ndlichen Raum, eine Kohleregion ganz eigener PrĂ€gung entstand. Im Schatten des Ruhrreviers sowie des Bergbaus an der Saar entwickelte sich der Steinkohlenbergbau an der IbbenbĂŒrener Bergplatte nahezu unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung zu einem hochmodernen und regional bedeutsamen Unternehmen, das neben dem Bergwerk Prosper-Haniel (Bottrop) zu den beiden letzten in Förderung stehenden deutschen Bergwerken gehört. Die besonderen, aus der LagerstĂ€tte resultierenden Herausforderungen fĂŒr die Kohlengewinnung, die Konkurrenz zu den förderstarken Zechen des Ruhrbergbaus sowie langanhaltende Wirtschaftskrisen brachten den IbbenbĂŒrener Steinkohlenbergbau zwar wiederholt in BedrĂ€ngnis, jedoch gelang es immer wieder, drohende Stilllegungen abzuwenden. AnlĂ€sslich des Stilllegungsjahres 2018 lohnt es sich daher, die Geschichte des IbbenbĂŒrener Steinkohlenbergbaus in den Mittelpunkt zu rĂŒcken. Es ist die Geschichte eines Steinkohlenreviers, das ĂŒber Jahrhunderte staatlich verwaltet âŠ
Fast ein halbes Jahrtausend lang wurde im Tecklenburger Land Steinkohlenbergbau betrieben. Das im Ă€uĂersten Norden von Nordrhein-Westfalen gelegene Bergwerk verdankt seine Existenz geologischen Besonderheiten, auf deren Grundlage hier, im lĂ€ndlichen Raum, eine Kohleregion ganz eigener PrĂ€gung entstand. Im Schatten des Ruhrreviers sowie des Bergbaus an der Saar entwickelte sich der Steinkohlenbergbau an der IbbenbĂŒrener Bergplatte nahezu unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung zu einem hochmodernen und regional bedeutsamen Unternehmen, das neben dem Bergwerk Prosper-Haniel (Bottrop) zu den beiden letzten in Förderung stehenden deutschen Bergwerken gehört. Die besonderen, aus der LagerstĂ€tte resultierenden Herausforderungen fĂŒr die Kohlengewinnung, die Konkurrenz zu den förderstarken Zechen des Ruhrbergbaus sowie langanhaltende Wirtschaftskrisen brachten den IbbenbĂŒrener Steinkohlenbergbau zwar wiederholt in BedrĂ€ngnis, jedoch gelang es immer wieder, drohende Stilllegungen abzuwenden. AnlĂ€sslich des Stilllegungsjahres 2018 lohnt es sich daher, die Geschichte des IbbenbĂŒrener Steinkohlenbergbaus in den Mittelpunkt zu rĂŒcken. Es ist die Geschichte eines Steinkohlenreviers, das ĂŒber Jahrhunderte staatlich verwaltet wurde, fortwĂ€hrend mit enormen WasserzuflĂŒssen zu kĂ€mpfen hatte, wegweisende technische Innovation hervorbrachte, flexibel auf die VerĂ€nderungen am Energiemarkt reagierte, in ungeheure Teufen vordrang und nicht zuletzt auf die breite UnterstĂŒtzung durch die Bevölkerung im lokalen Umfeld bauen konnte. Von den mĂŒhsamen AnfĂ€ngen des Abgrabens der Steinkohle seit der Mitte des 16. Jahrhunderts, ĂŒber die Entwicklung des Werksbetriebs in der industriellen Expansionsphase bis zur engen VerknĂŒpfung mit der Kraftwerkswirtschaft, die den Bergwerksbetrieb seit dem 20. Jahrhundert prĂ€gte, wird in diesem Buch die annĂ€hernd 500jĂ€hrige Geschichte des IbbenbĂŒrener Steinkohlenbergbaus erzĂ€hlt. Das Werk ist das Ergebnis eines Forschungsvorhabens, das im Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum in enger Kooperation mit der RAG Anthrazit IbbenbĂŒren GmbH sowie der RAG Aktiengesellschaft durchgefĂŒhrt worden ist.